EuGH-Urteil bestätigt Rückerstattungsansprüche für Einsätze bei früher illegalen Online-Glücksspielen in Deutschland
Paul Jenkins · May 29, 2026

EuGH-Urteil bestätigt Rückerstattungsansprüche für Einsätze bei früher illegalen Online-Glücksspielen in Deutschland

Das Gericht der Europäischen Union hat in einem wegweisenden Verfahren entschieden dass ein deutscher Spieler die Erstattung von Einsätzen verlangen kann die bei nicht lizenzierten Online-Glücksspieldiensten verloren gingen als solche Aktivitäten in Deutschland noch verboten waren und dies gilt für den Zeitraum vor der Legalisierung durch den Glücksspielstaatsvertrag im Jahr 2021.
Hintergründe zum Fall und zur Rechtslage
Beobachter haben festgestellt dass das Urteil in der Rechtssache C-440/23 ausdrücklich klarstellt wie Änderungen im deutschen Recht keine Auswirkungen auf bereits entstandene Restitutionsansprüche aus der illegalen Phase haben während das EU-Recht zivilrechtliche Klagen auf Rückerstattung ausdrücklich zulässt und somit die Tür für potenziell zahlreiche Spielerklagen gegen Betreiber öffnet was erhebliche finanzielle Folgen für den Sektor mit sich bringen kann.
Experten betonen dass die Entscheidung auf der Grundlage bestehender EU-Vorschriften getroffen wurde und die nationale Gesetzgebung in Deutschland vor 2021 als maßgeblich für die Bewertung der Rechtmäßigkeit der Angebote herangezogen wurde wobei Spieler nun auf Grundlage dieser Klarstellung Ansprüche geltend machen können ohne dass spätere Legalisierungen rückwirkend eingreifen.
Details der EuGH-Entscheidung und ihre unmittelbaren Folgen
Das Gericht stellte in der Pressemitteilung Nr. 53/26 fest dass das EU-Recht zivilrechtliche Klagen auf Rückerstattung ermöglicht und dies unabhängig von späteren regulatorischen Änderungen gilt während die Betreiber nicht lizenzierter Dienste mit einer Welle von Forderungen rechnen müssen und die finanziellen Implikationen für den gesamten Glücksspielsektor erheblich sein könnten.
Rechtsexperten haben in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen dass die Klarstellung des EuGH die Position von Spielern stärkt die in der Vergangenheit Einsätze bei Anbietern verloren haben die keine deutsche Lizenz besaßen und dass Gerichte in Deutschland nun entsprechende Klagen auf Basis dieser Vorgaben prüfen werden.

Rechtliche Auswirkungen und Branchenreaktionen
Die Entscheidung eröffnet Spielern die Möglichkeit zivilrechtliche Verfahren einzuleiten und dabei auf die damalige Illegalität der Angebote zu verweisen während Betreiber mit potenziell hohen Rückzahlungsforderungen konfrontiert sind und dies unabhängig davon gilt ob sie später eine Lizenz erworben haben oder nicht.
Beobachter notieren dass die Urteilsbegründung auf der Interpretation von EU-Richtlinien basiert und nationale Gerichte anweist die Ansprüche aus der Zeit vor 2021 entsprechend zu behandeln wobei die finanzielle Belastung für den Sektor durch eine mögliche Vielzahl von Fällen spürbar werden kann und weitere Verfahren in den kommenden Monaten erwartet werden.
Schlussfolgerung
Zusammenfassend hat der Europäische Gerichtshof mit diesem Urteil klargestellt dass Restitutionsansprüche aus der illegalen Phase Bestand haben und das EU-Recht zivilrechtliche Klagen zulässt während die praktische Umsetzung in Deutschland nun durch nationale Gerichte erfolgen wird und dies zu einer Reihe von Verfahren führen kann die den Sektor nachhaltig beeinflussen werden.